Investorensuche – Irrtum #4: Zu viele Investoren

Zu viele Investoren sollte man vermeiden. Gerade in Österreich höre ich das oft. Grundsätzlich richtig, aber ich habe schon funktionierende Startups mit 40 und mehr Einzelinvestoren gesehen. Entscheidende Vorteile einer breiten Investoren-Community liegen in der Risikostreuung für das Startup (Man ist nicht von der Kapitalkraft bzw. Investitionslaune eines einzigen Investors abhängig!), mehr Zusatznutzen (Denn mehr Investoren bringen nicht nur Kapital, sondern auch mehr Kontakte, mehr Know How, mehr Kunden, mehr Presse!). Davon profitieren auch die Investoren selbst, die „Verantwortung“ ist ja ebenso gestreut. Sicher ist die Entscheidungsfindung in solchen Konstrukten komplexer, aber es gibt gute Mechanismen, die Investorengemeinschaften zum Funktionieren bringen – z.B. wenn sich mehrere Investoren um einen Lead scharen oder mehrere Klein-Investoren ihr Engagement in einem Special Purpose Vehicle (SPV) poolen. Im Portfolio des OÖ HightechFonds finden sich mehrere Beispiele für lange Investorenlisten – die Mehrzahl dieser Startups haben sich sehr gut entwickelt und die Tatsache, dass viele Investoren an Bord sind hat eher positiv zur Unternehmensentwicklung beigetragen.

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